Der Abpfiff, den niemand hört - Grenzen der Arbeit und Verleugnung der Krise
Ausgangspunkt des Seminars sind die Verarmungsprozesse der letzten Jahrzehnte. Vorgestellt werden die wichtigsten Tendenzen im Blick auf Arbeitslosigkeit und prekäre Arbeit, wachsende Ungleichheit, Bildungsmisere und Wohnungslosigkeit in Koblenz und Deutschland. Zudem hören wir von den Erfahrungen einer Betroffenen, die seit Jahren unter struktureller Arbeitslosigkeit und ihren physischen Auswirkungen leidet, wodurch die innere Seite der strukturellen Probleme deutlich wird. Im Mittelpunkt des zweiten Seminarteils steht die Frage nach dem Zusammenhang der genannten Phänomene und Erfahrungen mit dem gesellschaftlichen Ganzen, mit der kapitalistischen Gesellschaftsform in ihrer finalen Krise. Sie markiert die Grenze, an der Lösungsansätze für die sich verschärfenden Problemlagen scheitern. Das Seminar will einen Beitrag leisten, diese Grenzen zu erkennen – verbunden mit der Frage, was Menschen dazu treibt, diese Grenzen und die mit ihr einhergehende Krise zu verleugnen und/oder Zuflucht in antisemitischen, antiziganistischen, rassistischen und sexistischen Ideologien und damit einhergehenden politischen Bewegungen zu suchen.
Beginn: Samstag, den 29. April 2017 um 10:00 Uhr
Ort: Café Atempause, Christuskirche Koblenz
Weitere Infos: http://www.oekumenisches-netz.de/wp-content/uploads/2017/03/20170206_flyer_arbeitslos.pdf