Sozialforum: Afghanistan - ein geschundenes Land - ein sicheres Herkunftsland?
In den letzten Wochen wurde wiederholt in den Medien von Gruppenabschiebungen afghanischer MigrantInnen in ihr Heimat berichtet. Von Regierungsmitgliedern wurde zuweilen vollmundig behauptet, dass es dort es sichere Zonen gäbe, die nicht von dem fast 30-jährigen Krieg berührt seien. Gleichzeitig war aus dem Außenministerium zu hören, besser nicht nach Afghanistan zu reisen. Nichtregierungsorganisationen z. B. Pro Asyl und Ärzte ohne Grenzen kommen zu völlig anderen Einschätzungen und Bewertungen: „Das gesamte Land ist in diesen Krieg involviert, es gibt keine sichere Zone!“ Das Koblenzer Sozialforum hat sich in der letzten Sitzung mit diesen Fragen beschäftigt und beschlossen, sich ein eigenes Urteil zu dieser komplexen Lage in Afghanistan zu bilden. Dazu haben sie den deutsch-afghanischen Dr. Matin Baraki, Lehrbeauftragter an der Uni Marburg und Gießen, eingeladen. Er fährt jedes Jahr inkognito nach Afghanistan, besucht seine Heimatland, kontaktiert Land und Leute und konferiert mit einigen Projekten, die über ihn und den Marburger Verein unterstützt werden. Herr Dr. Baraki wird umfassend und authentisch von seinen jüngsten Erfahrungen berichten und dabei auch die Historie der kriegerischen Auseinandersetzungen fokussieren.
Beginn: Dienstag, den 11. April 2017 um 20:00 Uhr
Ort: Haus Metternich in Koblenz, Münzplatz 7