Kreativ gegen Discounter
Koblenz, 23.01.10. 20 Aktivisten demonstrierten in der Koblenzer Altstadt mit kreativen Aktionen an diesem Tag gegen die menschenverachtenden Arbeitsbedingungen bei Zulieferbetrieben, die die sogenannten Aktionswaren für Discounter wie Lidl, Aldi und Kik herstellen. Gleichzeitig wurde auch auf die Arbeitsbedingungen in den Läden vor Ort hingewiesen.
Bei einer karnevalesken Parade trugen die Aktivisten Kostüme aus Plastiktüten dieser Geschäfte und waren mit Karnevalströten und ähnlichen bestückt. An verschiedenen Stellen auf ihrem Weg durch die Einkaufszone stoppten sie, um in Form von Straßentheatereinlagen Tüten mit den Markenbezeichnungen der Discounter als Fetische anzubeten und auf die Situation umgetextete Karnevalslieder zu singen. Ein Geist der mit "Geiz" beschriftet war nahm als Großpuppe ebenfalls an der Parade teil. Die Aktivisten verteilten an die verdutzten, aber interessierten Passanten Informationsmaterialen der Kampagne für saubere Kleidung.
Im Anschluß an die Demonstration fanden mit 10 Aktivisten noch Flashmobs in jeweils einer ALDI- und einer LIDL-Filiale statt. Hierbei sanken die Teilnehmer auf Kommando in den Gängen der Läden nieder und trugen dabei Schilder mit Beschriftung auf Bauch und Rücken. So war z.B. zu lesen "20 Stunden ohne Schlaf, aber der Auftrag ist geschafft", oder "Nach 15 Stunden ohne Pause zusammengebrochen!".
Helge Bauer
AGW Gruppe Koblenz
(Unser Dank an dieser Stelle nochmals an alle beteiligten Aktivisten!
Bilder der Aktion finden Sie auf unserer Seite "Bilder".)